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Häsler, Rudolf (29.7.1927 - 18.1.1999)


Rudolf Häsler wurde 1927 in Interlaken geboren. Nach der Ausbildung zum Primarlehrer und der Unterrichtstätigkeit in Balsthal (Klus) und Boningen nahm er Malunterricht und unternahm verschiedene Studienreisen durch ganz Europa. 1952 gab er den Lehrerberuf auf, um sich nur noch der Kunst zu widmen. Er bereiste die algerische Sahara und Andalusien.

In Granada lernte er die Kubanerin María Dolores Soler kennen, die er 1957 in ihre Heimat begleitete und dort heiratete. 1958 kam der Sohn Rodolfo zur Welt, das erste von vier Kindern des Paares (Rudolfo, Alejandro, Juan Carlos, Ana). Da Häsler von Kuba sofort fasziniert war, entschloss er sich, länger zu bleiben. Er erlebte darauf den Höhepunkt der Kubanischen Revolution in der Stadt Santiago.

Er teilte die Aufbruchsstimmung der von Fidel Castro angeführten Rebellen und suchte die aktive Beteiligung am gesellschaftlichen Wandel. Sein Einsatz für die Kunst und seine Arbeit am Konzept zum Aufbau einer landesweiten Keramik-Industrie brachte ihm Anerkennung von der Regierung. Er wurde geschäftsführender Berater im Nationalinstitut für Kunstgewerbe und nachher auch Direktor. Hinter Ernesto „Che“ Guevara als damaligem Industrieminister war Häsler der höchstrangige ausländische Funktionär im kubanischen Staat unter Fidel Castro.

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